21 | Numbers | 23

Numbers 22

1

Danach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das Gefilde Moab, jenseits des Jordans, gegen Jericho. BSB

2

Und da Balak, der Sohn Zipors, sah alles, was Israel getan hatte den Amoritern, BSB

3

und daß sich die Moabiter sehr furchteten vor dem Volk, das so graft war, und daß den Moabitern grauete vor den Kindern Israel, BSB

4

und sprachen zu den Altesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffretzen, was urn uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffretzet. Balak aber, der Sohn Zipors, war zu der Zeit Konig der Moabiter. BSB

5

Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Pethor, der wohnete an dem Wasser im Lande der Kinder seines Volks, daß sie ihn forderten, und lieft ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Agypten gezogen, das bedeckt das Angesicht der Erde und liegt gegen mir. BSB

6

So komm nun und verfluche mir das Volk, denn es ist mirzu machtig, ob ich’s schlagen mochte und aus dem Lande vertreiben; denn ich weift, daß, weichen du segnest, der ist gesegnet, und weichen du verfluchest, der ist verflucht. BSB

7

Und die Altesten der Moabiter gingen hin mit den Altesten der Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagens in ihren Handen; und gingen zu Bileam ein und sagten ihm die Worte Balaks. BSB

8

Und er sprach zu ihnen: Bleibet hie über Nacht, so will ich euch wieder sagen, wie mir der HERR sagen wird. Also blieben die Fursten der Moabiter bei Bileam. BSB

9

Und Gott kam zu Büeam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind? BSB

10

Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter Konig, hat zu mir gesandt: BSB

11

Siehe, ein Volk ist aus Agypten gezogen und bedeckt das Angesicht der Erde; so komm nun und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten moge und sie vertreiben. BSB

12

Gott aber sprach zu Bileam: Gehe nicht mit ihnen; verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet. BSB

13

Da stund Bileam des Morgens auf und sprach zu den Fursten Balaks: Gehet hin in euer Land; denn der HERR will’s nicht gestatten , daß ich mit euch ziehe. BSB

14

Und die Fursten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen. BSB

15

Da sandte Balak noch großere und herrlichere Fursten, denn jene waren. BSB

16

Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also lafit dir sagen Balak, der Sohn Zipors: Lieber, wehre dich nicht, zu mir zu ziehen; BSB

17

denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagest, das will ich tun. Lieber, komm und fluche mir diesem Volk! BSB

18

Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: Wenn mir Balak sein Haus voll Silbers und Goldes gabe, so konnte ich doch nicht ubergehen das Wort des HERRN, meines Gottes, Kleines Oder Großes zu tun. BSB

19

So bleibet doch nun hie auch ihr diese Nacht, daß ich erfahre, was der HERR weiter mit mir reden werde. BSB

20

Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Manner kommen, dirzu rufen, so mach dich auf und zeuch mit ihnen; doch was ich dir sagen werde, sollst du tun. BSB

21

Da stund Bileam des Morgens auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fursten der Moabiter. BSB

22

Aber der Zorn Gottes ergrimmete, dafi er hinzog. Und der Engel des HERRN trat in den Weg, daß er ihm widerstunde. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zween Knaben waren mit ihm. BSB

23

Und die Eselin sah den Engel des HERRN im Wege stehen und ein bloß Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, daß sie in den Weg sollte gehen. BSB

24

Da trat der Engel des HERRN in den Pfad bei den Weinbergen, da auf beiden Seiten Wande waren. BSB

25

Und da die Eselin den Engei des HERRN sah, drangte sie sich an die Wand und klemmete Bileam den Fuß an der Wand; und er schlug sie noch mehr. BSB

26

Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an einen engen Ort, da kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken. BSB

27

Und da die Eselin den Engei des HERRN sah, fiel sie auf ihre Kniee unter dem Bileam. Da ergrimmete der Zorn Bileams und schlug die Eselin mit dem Stabe. BSB

28

Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß du mich geschlagen hast nun dreimal? BSB

29

Bileam sprach zur Eselin: Daü du mich hohnest! Ach, daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hatte, ich wollte dich erwurgen! BSB

30

Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf du geritten hast zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein. BSB

31

Da offnete der HERR Bileam die Augen, daß er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein bloli Schwert in seiner Hand; und neigete und buckte sich mit seinem Angesicht. BSB

32

Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, daü ich dir widerstehe; denn der Weg ist vor mir verkehrt. BSB

33

Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal gewichen; sonst, wo sie nicht vor mir gewichen ware, so wollte ich dich auch jetzt erwurget und die Eselin lebendig behalten haben. BSB

34

Da sprach Bileam zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesundiget; denn ich hab’s nicht gewulit, daß du mirentgegenstundest im Wege; und nun, so dir’s nicht gefallt, will ich wieder umkehren. BSB

35

Der Engel des HERRN sprach zu ihm: Zeuch hin mit den Mannern; aber nichts anderes, denn was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. Also zog Bileam mit den Fursten Balaks. BSB

36

Da Balak horete, daß Büeam kam, zog er aus ihm entgegen in die Stadt der Moabiter, die da liegt an der Grenze Arnons, welcher ist an der auliersten Grenze. BSB

37

Und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt und dich fordern lassen? Warum bist du denn nicht zu mir kommen? Meinest du, ich konnte nicht dich ehren? BSB

38

Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin kommen zu dir; aber wie kann ich etwas anderes reden? Denn das mir Gott in den Mund gibt, das muli ich reden. BSB

39

Also zog Bileam mit Balak, und kamen in die Gassenstadt. BSB

40

Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte nach Bileam und nach den Fursten, die bei ihm waren. BSB

41

Und des Morgens nahm Balak den Bileam und fuhrete ihn hin auf die Hohe Baal, daß ervon dannen sehen konnte bis zu Ende des Volks. BSB


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