6 | Ecclesiastes | 8

Ecclesiastes 7

1

Ein gut Gerucht ist besser denn gute Salbe und der Tag des Todes weder der Tag der Geburt. BSB

2

Es ist besser, in das Klaghaus gehen denn in das Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt’s zu Herzen. BSB

3

Es ist Trauern besser denn Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert. BSB

4

Das Herz der Weisen ist im Klaghause und das Herz der Narren im Hause der Freuden. BSB

5

Es ist besser horen das Schelten des Weisen denn horen den Gesang der Narren. BSB

6

Denn das Lachen des Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Topfen; und das ist auch eitel. BSB

7

Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildes Herz. BSB

8

Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist. BSB

9

Sei nicht schnelles Gemüts zu zurnen; denn Zorn ruhet im Herzen eines Narren. BSB

10

Sprich nicht: Was ist’s, daß die vorigen Tage besser waren denn diese? Denn du fragest solches nicht weislich. BSB

11

Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft, daß sich einer der Sonne freuen kann. BSB

12

Denn die Weisheit beschirmet, so beschirmet Geld auch; aber die Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat. BSB

13

Siehe an die Werke Gottes, denn wer kann das schlecht machen, das er krummet? BSB

14

Am guten Tage sei guter Dinge und den bosen Tag nimm auch fur gut; denn diesen schaffet Gott neben jenem, daß der Mensch nicht wissen soli, was kunftig ist. BSB

15

Allerlei habe ich gesehen die Zeit uber meiner Eitelkeit. Da ist ein Gerechter und gehet unter in seiner Gerechtigkeit, und ist ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit. BSB

16

Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, daß du dich nicht verderbest! BSB

17

Sei nicht allzu gottlos und name nicht, daß du nicht sterbest zur Unzeit! BSB

18

Es ist gut, daß du dies fassest und jenes auch nicht aus deiner Hand lassest; denn wer Gott furchtet, der entgehet dem allem. BSB

19

Die Weisheit starkt den Weisen mehr denn zehn Gewaltige, die in der Stadt sind. BSB

20

Denn es ist kein Mensch auf Erden, der Gutes tue und nicht sündige. BSB

21

Nimm auch nicht zu Herzen alles, was man sagt, daß du nicht horen mussest deinen Knecht dir fluchen. BSB

22

Denn dein Herz weili, daß du andern auch oftmals geflucht hast. BSB

23

Solches alles habe ich versucht weislich. Ich gedachte, ich will weise sein; sie kam aber ferner von mir. BSB

24

Es ist feme; was wird’s sein? und ist sehr tief; wer will’s finden? BSB

25

Ich kehrete mein Herz, zu erfahren und zu erforschen und zu suchen Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der Tollen, BSB

26

und fand, daß ein solches Weib, welches Herz Netz und Strick ist und ihre Hande Bande sind, bitterer sei denn der Tod. Wer Gott gefallt, der wird ihr entrinnen; aber der Sunder wird durch sie gefangen. BSB

27

Schaue, das habe ich funden, spricht der Prediger, eins nach dem andern, daß ich Kunst erfande. BSB

28

Und meine Seele sucht noch und hat es nicht funden. Unter tausend habe ich einen Menschen funden, aber kein Weib habe ich unter den alien funden. BSB

29

Alleine schaue das, ich habe funden, daß Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viel Künste. BSB


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