3 | Jeremiah | 5

Jeremiah 4

1

Willst du dich, Israel, bekehren, spricht der HERR, so bekehre dich zu mir. Und so du deine Greuel wegtust von meinem Angesicht, so sollst du nicht vertrieben werden. BSB

2

Alsdann wirst du ohne Heuchelei recht und heilig schworen: So wahr der HERR lebet! Und die Heiden werden in ihm gesegnet werden und sich sein rühmen. BSB

3

Denn so spricht der HERR zu denen in Juda und zu Jerusalem: Pflüget ein Neues und saet nicht unter die Hecken. BSB

4

Beschneidet euch dem HERRN und tut weg die Vorhaut eures Herzens, ihr Manner in Juda und ihr Leute zu Jerusalem, auf daß nicht mein Grimm ausfahre wie Feuer und brenne, dati niemand loschen moge, urn eurer Bosheit willen. BSB

5

Ja, dann verkundiget in Juda und schreiet laut zu Jerusalem und sprechet: Blaset die Trommeten im Lande! Rufet mit voller Stimme und sprechet: Sammelt euch und lasset uns in die festen Stadte ziehen! BSB

6

Werfet zu Zion ein Panier auf; haufet euch und saumet nicht! Denn ich bringe ein Unglück herzu von Mittemacht und einen groften Jammer. BSB

7

Es fahret daher der Lowe aus seiner Hecke, und der Verstorer der Heiden zeucht einher aus seinem Ort, daß er dein Land verwuste und deine Stadte ausbrenne, daß niemand drinnen wohne. BSB

8

Darum ziehet Sacke an, klaget und heulet; denn der grimmige Zorn des HERRN will nicht aufhoren von uns. BSB

9

Zu der Zeit, spricht der HERR, wird dem Konige und den Fursten das Herz entfallen; die Priester werden versturzt und die Propheten erschrocken sein. BSB

10

Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, du hast’s diesem Volk und Jerusalem weit fehlen lassen, da sie sagten: Es wird Friede bei euch sein, so doch das Schwert bis an die Seele reicht. BSB

11

Zur selbigen Zeit wird man diesem Volk und Jerusalem sagen: Es kommt ein dürrer Wind uber dem Gebirge her, als aus der Wuste, des Weges zu der Tochter meines Volks zu, nicht zu worfeln noch zu schwingen. BSB

12

Ja, ein Wind kommt, der ihnen zu stark sein wird; da will ich denn auch mit ihnen rechten. BSB

13

Siehe, erfahret daherwie Wolken, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, seine Rosse sind schneller denn Adler. Weh uns, wir müssen verstoret werden! BSB

14

Sowasche nun, Jerusalem, dein Herzvon der Bosheit, auf daß dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben die leidigen Lehren? BSB

15

Denn es kommt ein Geschrei von Dan her und eine bose Botschaft vom Gebirge Ephraim her, BSB

16

wie die Heiden ruhmen. Und es ist bis gen Jerusalem erschollen, dad Hüter kommen aus fernen Landen und werden schreien wider die Stadte Judas. BSB

17

Sie werden sie rings umher belagern wie die Hüter auf dem Felde; denn sie haben mich erzurnet, sprichtder HERR. BSB

18

Das hast du zu Lohn fur dein Wesen und dein Tun. Dann wird dein Herz fuhlen, wie deine Bosheit so groß ist. BSB

19

Wie ist mirso herzlich weh! Mein Herzpocht mir im Leibe und habe keine Ruhe; denn meine Seele hort der Posaunen Hall und eine Feldschlacht BSB

20

und ein Mordgeschrei uber das andere; denn das ganze Land wird verheeret, plotzlich werden meine Hutten und meine Gezelte verstoret. BSB

21

Wie lange soil ich doch das Panier sehen und der Posaunen Hall horen? BSB

22

Aber mein Volk ist toll und glauben mir nicht; toricht sind sie und achten’s nicht. Weise sind sie genug, libels zu tun; aber wohltun wolien sie nicht lernen. BSB

23

Ich schauete das Land an, siehe, das war wuste und ode, und den Himmel, und er war finster. BSB

24

Ich sah die Berge an, und siehe, die bebeten, und alle Hugel zitterten. BSB

25

Ich sah, und siehe, da war kein Mensch, und alles Gevogel unter dem Himmel war weggeflogen. BSB

26

Ich sah, und siehe, das Baufeld war eine Wuste, und alle Stadte drinnen waren zerbrochen vor dem HERRN und vorseinem grimmigen Zorn. BSB

27

Denn so spricht der HERR: Das ganze Land soil wuste werden, und will’s doch nicht gar aus machen. BSB

28

Darum wird das Land betrubt und der Himmel droben traurig sein; denn ich hab’s geredet, ich hab’s beschlossen und soil mich nicht reuen, will auch nicht davon ablassen. BSB

29

Alle Stadte werden vor dem Geschrei der Reiter und Schützen fliehen und in die dicken Walder laufen und in die Felsen kriechen; alle Stadte werden verlassen stehen, dafi niemand drinnen wohnet. BSB

30

Was willst du alsdann tun, du Verstorte? Wenn du dich schon mit Purpur kleiden und mit guldenen Kleinoden schmucken und dein Angesicht schminken wurdest, so schmuckest du dich doch vergeblich; denn die dir jetzt hofieren, werden dich verachten, sie werden dir nach dem Leben trachten. BSB

31

Denn ich hore ein Geschrei als einer Gebarerin, eine Angst als einer, die in den ersten Kindesnoten ist, ein Geschrei der Tochter Zion, die da klagt und die Hande auswirft: Ach, wehe mir, ich muß schier vergehen vor dem Wurgen! BSB


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