32 | Ezekiel | 34

Ezekiel 33

1

Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: BSB

2

Du Menschenkind, predige wider dein Volk und sprich zu ihnen: Wenn ich ein Schwert uber das Land führen würde, und das Volk im Lande nahme einen Mann unter ihnen und machten ihn zu ihrem Wachter, BSB

3

und er sahe das Schwert kommen uber das Land und bliese die Trommete und warnete das Volk: BSB

4

wer nun der Trommeten Hall horete und wollte sich nichtwarnen lassen, und das Schwert kame und nahme ihn weg, desselben Blut sei auf seinem Kopf; BSB

5

denn er hat der Trommeten Hall gehoret und hat sich dennoch nichtwarnen lassen; darum sei sein Blut auf ihm. Wer sich aber warnen lalit, der wird sein Leben davonbringen. BSB

6

Wo aber der Wachter sahe das Schwert kommen und die Trommete nicht bliese noch sein Volk warnete, und das Schwert kame und nahme etliche weg: dieselben würden wohl urn ihrer Sünde willen weggenommen, aber ihr Blut will ich von des Wachters Hand fordern. BSB

7

Und nun, du Menschenkind, ich habe dich zu einem Wachter gesetzt uber das Haus Israel, wenn du etwas aus meinem Munde horest, dafi du sie von meinetwegen warnen sollst. BSB

8

Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser mußt des Todes sterben, und du sagst ihm solches nicht, dal J sich der Gottlose warnen lasse vor seinem Wesen, so wird wohl der Gottlose urn seines gottlosen Wesens willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. BSB

9

Warnest du aber den Gottlosen vor seinem Wesen, daß ersich davon bekehre, und ersich nicht will von seinem Wesen bekehren, so wird er urn seiner Sünde willen sterben, und du hast deine Seele errettet. BSB

10

Darum, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihrsprechet also: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, dafi wir darunter vergehen; wie konnen wir denn leben? BSB

11

So sprich zu ihnen: So wahr als ich lebe; spricht der Herr HERR, ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem bosen Wesen! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel? BSB

12

Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Volk: Wenn ein Gerechter Boses tut, so wird’s ihm nicht helfen, dafi erfromm gewesen ist; und wenn ein Gottloser fromm wird, so soil’s ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist. So kann auch der Gerechte nicht leben, wenn er sundiget. BSB

13

Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soli leben, und er verlalit sich auf seine Gerechtigkeit und tut Boses, so soil all seiner Frommigkeit nicht gedacht werden, sondern ersoll sterben in seiner Bosheit, die er tut. BSB

14

Und wenn ich zum Gottlosen spreche, ersoll sterben, und er bekehret sich von seiner Sunde und tut, was recht und gut ist, BSB

15

also daß der Gottlose das Pfand wiedergibt und bezahlet, was er geraubet hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt, dafi er kein Boses tut, so soil er leben und nicht sterben, BSB

16

und aller seiner Sünden; die er getan hat, soli nicht gedacht werden; denn er tut nun, was recht und gut ist; darumsoller leben. BSB

17

Noch spricht dein Volk: Der HERR urteilet nicht recht, so sie doch unrecht haben. BSB

18

Denn wo der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses, so stirbt erja billig darum; BSB

19

und wo sich der Gottlose bekehret von seinem gottlosen Wesen und tut, was recht und gut ist, so soil erja billig leben. BSB

20

Noch sprechet ihr: Der HERR urteilet nicht recht, so ich doch euch vom Hause Israel einen jeglichen nach seinem Wesen urteile. BSB

21

Und es begab sich im zwolften Jahr unsers Gefangnisses, am funften Tage des zehnten Monden, kam zu mir ein Entronnener von Jerusalem und sprach: Die Stadt istgeschlagen. BSB

22

Und die Hand des HERRN war uber mir des Abends, ehe der Entronnene kam, und tat mir meinen Mund auf, bis er zu mir kam des Morgens, und tat mir meinen Mund auf, also daß ich nicht mehr schweigen konnte. BSB

23

Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: BSB

24

Du Menschenkind, die Einwohner dieser Wüste im Lande Israel sprechen also: Abraham war ein einiger Mann und erbte dies Land; unser aber ist viel, so haben wir ja das Land billiger. BSB

25

Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Ihr habt Blut gefressen und eure Augen zu den Gotzen aufgehoben und Blut vergossen; und ihr meinet, ihr wollet das Land besitzen? BSB

26

Ja, ihrfahret immerfort mit Morden und ubet Greuel, und einer schandet dem andern sein Weib, und meinet, ihr wollet das Land besitzen? BSB

27

So sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: So wahr ich lebe, sollen alle, so in den Wüsten wohnen, durchs Schwert fallen, und was auf dem Felde ist, will ich den Tieren zu fressen geben; und die in Festungen und Hohlen sind, sollen an der Pestilenz sterben. BSB

28

Denn ich will das Land gar verwusten und seiner Hoffart und Macht ein Ende machen, dafi das Gebirge Israel so wust werde, daß niemand dadurchgehe. BSB

29

Und sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich das Land gar verwustet habe urn aller ihrer Greuel willen, die sie uben. BSB

30

Und du, Menschenkind, dein Volk redet wider dich an den Wanden und unter den Hausturen und spricht je einer zum andern: Lieber, kommt und lafit uns horen, was der HERR sage! BSB

31

Und sie werden zu dir kommen in die Versammlung und vordirsitzen als mein Volk und werden deine Worte horen, aber nichts danach tun, sondern werden dich anpfeifen und gleichwohl fortleben nach ihrem Geiz. BSB

32

Und siehe, du mußt ihr Liedlein sein, das sie gerne singen und spielen werden. Also werden sie deine Worte horen und nichts danach tun. BSB

33

Wenn es aber kommt, was kommen soil, siehe, so werden sie erfahren, daß ein Prophet unter ihnen gewesen sei. BSB


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