12 | Matthew | 14

Matthew 13

1

An demselbigen Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer. BSB

2

Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saft. Und alles Volk stund am Ufer. BSB

3

Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Samann aus zu saen. BSB

4

Und indem ersaete, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vogel und fraften’s auf. BSB

5

Etliches fiel in das Steinige; da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. BSB

6

Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürr. BSB

7

Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten’s. BSB

8

Etliches fiel auf ein gut Land und trug Frucht, etliches hundertfaltig, etliches sechzigfaltig, etliches dreiftigfaltig. BSB

9

Wer Ohren hat zu horen, der hbre! BSB

10

Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? BSB

11

Er antwortete und sprach: Euch ist’s gegeben, daß ihr, das Geheimnis des Himmelreichs vernehmet; diesen aber ist’s nicht gegeben. BSB

12

Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. BSB

13

Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit horenden Ohren horen sie nicht; denn sie verstehen es nicht. BSB

14

Und uber ihnen wird die Weissagung Jesajas erfullet, die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr horen und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht vernehmen. BSB

15

Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren horen libel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren horen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hulfe. BSB

16

Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie horen. BSB

17

Wahrlich, ich sage euch: Viel Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben’s nicht gesehen, und zu horen, was ihr horet, und haben’s nicht gehoret. BSB

18

So horet nun ihr dieses Gleichnis von dem Samann! BSB

19

Wenn jemand das Wort von dem Reich horet und nicht verstehet, so kommt der Arge und reiftet es hin, was da gesaet ist in sein Herz; und der ist’s, der am Wege gesaet ist. BSB

20

Der aber auf das Steinige gesaet ist, der ist’s, wenn jemand das Wort horet und dasselbige bald aufnimmt mit Freuden. BSB

21

Aber er hat nicht Wurzel in ihm, sondern erist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Worts willen, so argert ersich bald. BSB

22

Der aber unter die Dornen gesaet ist, der ist’s, wenn jemand das Wort horet und die Sorge dieser Welt und Betrug des Reichtums erstickt das Wort und bringet nicht Frucht. BSB

23

Der aber in das gute Land gesaet ist, der ist’s, wenn jemand das Wort horet und verstehet es und dann auch Frucht bringet; und etlichen tragt hundertfaltig, etlicher aber sechzigfaltig, etlicher dreil Jigfaltig. BSB

24

Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker saete. BSB

25

Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und saete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. BSB

26

Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. BSB

27

Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesaet? Woher hat er denn das Unkraut? BSB

28

Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daü wir hingehen und es ausjaten? BSB

29

Er aber sprach: Nein, auf daü ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjatet. BSB

30

Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bundlein, dad man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. BSB

31

Ein ander Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und saete auf seinen Acker, BSB

32

welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwachst, so ist es das grblite unter dem Kohl und wird ein Baum, dad die Vogel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen. BSB

33

Ein ander Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengete ihn unter drei Scheffel Mehl, bis dad es gar durchsauert ward. BSB

34

Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, BSB

35

auf dad erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt. BSB

36

Da lied Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Junger traten zu ihm und sprachen: Deute uns dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! BSB

37

Erantwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist’s, der da guten Samen saet. BSB

38

Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. BSB

39

Der Feind, der sie saet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. BSB

40

Gleichwie man nun das Unkraut ausjatet und mit Feuer verbrennet, so wird’s auch am Ende dieser Welt gehen. BSB

41

Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse und die da Unrecht tun, BSB

42

und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zahneklappen. BSB

43

Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu horen, der hore! BSB

44

Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden uber denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. BSB

45

Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. BSB

46

Und da er eine kostliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. BSB

47

Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fanget. BSB

48

Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefali zusammen; aber die faulen werfen sie weg. BSB

49

Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden BSB

50

und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zahneklappen sein. BSB

51

Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr. BSB

52

Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortragt. BSB

53

Und es begab sich da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen BSB

54

und kam in sein Vaterland und lehrete sie in ihren Schulen, also auch, dafi sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? BSB

55

Ist er nicht eines Zimmermanns Sohn? Heifit nicht seine Mutter Maria und seine Bruder Jakob und Joses und Simon und Judas? BSB

56

Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles? BSB

57

Und argerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterlande und in seinem Hause. BSB

58

Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen. BSB


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