7 | Mark | 9

Mark 8

1

Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: BSB

2

Mich jammed des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen; BSB

3

und wenn ich sie ungegessen von mir heim lielie gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von feme kommen. BSB

4

Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wuste, daß wir sie sattigen? BSB

5

Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben. BSB

6

Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jungern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. BSB

7

Und hatten ein wenig Fischlein; und erdankte und hiefi dieselbigen auch vortragen. BSB

8

Sie alien aber und wurden satt und huben die ubrigen Brocken auf, sieben Korbe. BSB

9

Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lieli sie von sich. BSB

10

Und alsbald trater in ein Schiff mit seinen Jungern und kam in die Gegend Dalmanuthas. BSB

11

Und die Pharisaer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel. BSB

12

Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. BSB

13

Und er lieli sie und tratwiederum in das Schiff und fuhr heruber. BSB

14

Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot. BSB

15

Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharisaer und vor dem Sauerteig Herodes! BSB

16

Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist’s, daß wir nicht Brot haben. BSB

17

Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verstandig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch? BSB

18

Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und horet nicht und denket nicht daran, BSB

19

da ich fünf Brote brach unter funftausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zwdlf. BSB

20

Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben. BSB

21

Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts? BSB

22

Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anruhrete. BSB

23

Und er nahm den Blinden bei der Hand und fuhrete ihn hinaus vor den Flecken und sputzete in seine Augen und legte seine Hande auf ihn, und fragte ihn, ob er etwas sahe. BSB

24

Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sahe ich Baume. BSB

25

Danach legte er abermal die Hande auf seine Augen und hieli ihn abermal sehen; und erward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte. BSB

26

Und erschickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen. BSB

27

Und Jesus ging aus und seine Junger in die Markte der Stadt Casarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Junger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei? BSB

28

Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Taufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer. BSB

29

Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus. BSB

30

Und er bedrauete sie, daß sie niemand von ihm sagen sollten. BSB

31

Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn muli viel leiden und verworfen werden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und fiber drei Tage auferstehen. BSB

32

Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. BSB

33

Er aber wandte sich urn und sah seine Junger an und bedrauete Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. BSB

34

Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jungern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. BSB

35

Denn wer sein Leben will behalten der wird’s verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird’s behalten. BSB

36

Was hulfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewonne und nahme an seiner Seele Schaden? BSB

37

Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lose? BSB

38

Wer sich aber mein und meiner Worte schamet unterdiesem ehebrecherischen und sundigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schamen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mitden heiligen Engeln. BSB


7 | Mark | 9