9 | Luke | 11

Luke 10

1

Danach sonderte der Herr andere siebzig aus und sandte sie zwei und zwei vor sich her in alle Stadte und Orte, da erwollte hinkommen. BSB

2

Und sprach zu ihnen: Die Ernte ist graft, der Arbeiter aber ist wenig; bittet den Herm der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte! BSB

3

Gehet hin! Siehe, ich sende euch als die Lammer mitten unter die Wolfe. BSB

4

Traget keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüftet niemand auf der Strafte. BSB

5

Wo ihr in ein Haus kommt, da sprechet zuerst: Friede sei in diesem Hause! BSB

6

Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. BSB

7

In demselbigen Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von, einem Hause zum andern gehen. BSB

8

Und wo ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen, BSB

9

und heüet die Kranken, die daselbst sind, und saget ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch kommen. BSB

10

Wo ihr aber in eine Stadt kommet, da sie euch nicht aufnehmen, da gehet heraus auf ihre Gassen und sprecht: BSB

11

Auch den Staub, der sich an uns gehanget hat von eurer Stadt, schlagen wir ab auf euch; doch sollt ihr wissen, daß euch das Reich Gottes nahe gewesen ist. BSB

12

Ich sage euch: Es wird Sodom ertraglicher ergehen an jenem Tage denn solcher Stadt. BSB

13

Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn waren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, die bei euch geschehen sind, sie hatten vorzeiten im Sack und in der Asche gesessen und Bufte getan. BSB

14

Doch es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am Gerichte denn euch. BSB

15

Und du, Kapernaum, die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in die Holle hinuntergestoüen werden. BSB

16

Wer euch horet, der horet mich, und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat. BSB

17

Die Siebzig aber kamen wieder mit Freuden und sprachen: Herr, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem Namen. BSB

18

Er sprach aber zu ihnen: Ich sah wohl den Satanas vom Himmel fallen als einen Blitz. BSB

19

Sehet, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch beschadigen. BSB

20

Doch darin freuet euch nicht, daß euch die Geister untertan sind, freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind. BSB

21

Zu der Stunde freuete sich Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches verborgen hast den Weisen und Klugen und hast es offenbart den Unmundigen: Ja, Vater, also war es wohlgefallig vor dir. BSB

22

Es ist mir alles übergeben von meinem Vater. Und niemand weifi, wer der Sohn sei, denn nur der Vater, noch wer der Vater sei, denn nur der Sohn, und welchem es der Sohn will offenbaren. BSB

23

Und erwandte sich zu seinen Jungern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. BSB

24

Denn ich sage euch: Viel Propheten und Konige wollten sehen, was ihr sehet, und haben’s nicht gesehen; und horen, was ihr horet, und haben’s nicht gehoret. BSB

25

Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muft ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? BSB

26

Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? BSB

27

Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von alien Kraften und von ganzem Gemüt und deinen Nachsten als dich selbst. BSB

28

Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. BSB

29

Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nachster? BSB

30

Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, derging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Morder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und lieften ihn halbtot liegen. BSB

31

Es begab sich aber ohngefahr, daß ein Priester dieselbige Strafte hinabzog; und da er ihn sah, ging er voruber. BSB

32

Desselbigengleichen auch ein Levit: da er kam zu der Statte und sah ihn, ging er voruber. BSB

33

Ein Samariter aber reisete und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, BSB

34

ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goft drein Ol und Wein und hub ihn auf sein Tier und fuhrete ihn in die Herberge und pflegete sein. BSB

35

Des andern Tages reisete er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirt und sprach zu ihm; Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme. BSB

36

Welcher dunket dich, der unter diesen dreien der Nachste, sei gewesen dem, der unter die Morder gefallen war? BSB

37

Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen! BSB

38

Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. BSB

39

Und sie hatte eine Schwester, die hieft Maria; die setzte sich zu Jesu Füften und horete seiner Rede zu. BSB

40

Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, daß mich meine Schwester lasset alleine dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife! BSB

41

Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe! BSB

42

Eines aber ist not: Maria hat das gute Teil erwahlet; das soil nicht von ihr genommen werden. BSB


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