19 | John | 21

John 20

1

An der Sabbate einem kommt Maria Magdalena früh, da es noch finster war, zum Grabe und siehet, daß der Stein vom Grabe hinweg war. BSB

2

Da lauft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, welchen Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. BSB

3

Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grabe. BSB

4

Es liefen aber die zwei miteinander, und der andere Jünger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam am ersten zum Grabe, BSB

5

gucket hinein und siehet die Leinen geleget; er ging aber nicht hinein. BSB

6

Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und siehet die Leinen geleget. BSB

7

und das Schweifttuch, das Jesu um das Haupt gebunden war, nicht zu den Leinen geleget, sondern beiseits, eingewickelt, an einen besondern Ort. BSB

8

Da ging auch der andere Jünger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und sah und giaubete es. BSB

9

Denn sie wuftten die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müftte. BSB

10

Da gingen die Jünger wieder zusammen. BSB

11

Maria aber stund vor dem Grabe und weinete drauften. Als sie nun weinete, guckte sie in das Grab BSB

12

und siehet zwei Engel in weiften Kleidern sitzen, einen zu den Haupten und den andern zu den Füften, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. BSB

13

Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weift nicht, wo sie ihn hingelegt haben. BSB

14

Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück und siehet Jesum stehen und weili nicht, daß es Jesus ist. BSB

15

Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gartner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingeleget? so will ich ihn holen. BSB

16

Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni, das heiftt, Meister! BSB

17

Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brudern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. BSB

18

Maria Magdalena kommt und verkundiget den Jungern: Ich habe den Herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. BSB

19

Am Abend aber desselbigen Sabbats, da die Junger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! BSB

20

Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hande und seine Seite. Da wurden die Junger froh, daß sie den Herrn sahen. BSB

21

Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. BSB

22

Und da er das sagte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist! BSB

23

Welchen ihr die Sunden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. BSB

24

Thomas aber, der Zwdlfen einer, der da heiftet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. BSB

25

Da sagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Handen sehe die Nagelmale und lege meinen Finger in die Nagelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich’s nicht glauben. BSB

26

Und liber acht Tage waren abermal seine Junger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! BSB

27

Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hande; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei nicht unglaubig, sondern glaubig. BSB

28

Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! BSB

29

Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. BSB

30

Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jungern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. BSB

31

Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen. BSB


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